Diversity

Unser Diversity Statement

Die Welt ist ein Ort der Vielfalt – im Äußeren wie in unserem Inneren.

Mit diesem Statement ordnen wir die Bedeutung von Vielfalt in unserem Wirken ein und stellen Maßnahmen vor, wie wir Diversität fördern und Menschen unterstützen, die diskriminiert werden.

Uns ist bewusst, dass jede*r von uns eigene Perspektiven und Prägungen hat, die beeinflussen, wie wir Themen sehen, priorisieren und gestalten. In unserem Orga-Team sind aktuell alle Menschen weiß, cis-geschlechtlich, in Deutschland aufgewachsen und haben Hochschulen besucht. Gerade deshalb ist es uns wichtig, die Räume weiter zu öffnen und aktiv nach vielfältigeren Perspektiven zu suchen.

Wir verstehen Diversity nicht als einmaliges Ziel, sondern als fortlaufenden Prozess. Wir möchten zuhören, lernen und Strukturen schaffen, die mehr Stimmen sichtbar machen – insbesondere solche, die bisher zu wenig gehört werden.

Wofür CREATE steht

Jedes Leben ist wertvoll. Das betrifft Menschen, Tiere und Pflanzen. Durch seine erschaffende, aber auch zerstörerische Kraft kommt dem Menschen eine besondere Verantwortung zu, bei Entscheidungen die Folgen seines Handelns zu berücksichtigen.

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Der regenerative Wandel besteht aus unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Identitäten. Wir begreifen diese Unterschiede als wertvolle Ressource für gemeinsames Wirken. Wir wertschätzen andere Sichtweisen und Eigenschaften und unterstützen uns gegenseitig.

Mehrere Perspektiven können gleichzeitig wahr sein, z.B. kann der Himmel zur selben Zeit blau und grau sein. Wir respektieren indigene und traditionelle Wissenssysteme.

Wir erkennen an, dass wir abhängig von unserem Aussehen, Herkunft, Religion, sozialem und kulturellem Hintergrund, Behinderung, Sexualität und Geschlecht verschiedene Privilegien und Diskriminierungserfahrungen haben. Dabei können verschiedene Diskriminierungen zusammenwirken (Intersektionalität). Wir glauben betroffenen Menschen und hinterfragen ihre Diskriminierungserfahrungen nicht. Und wir wünschen uns, dass Menschen mit vielen Privilegien diese kritisch reflektieren und diskriminierten Menschen mehr Raum geben.

Wir verstehen uns als Lernraum. In diesem können Fehler passieren und Konflikte auftreten.

Gemeinsam erschaffen wir einen braver space. Einen vollkommen „sicheren“ Raum gibt es nicht. Wir alle bringen Erfahrungen, Verletzungen und blinde Flecken mit. Deshalb möchten wir einen Ort schaffen, an dem wir zuhören, lernen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam wachsen können. Wir werden nicht perfekt sein, aber wir gestalten diesen Raum gemeinsam – respektvoll und mit Offenheit füreinander.

Unsere Entscheidungen sind demokratisch, transparent und partizipativ. Gleichberechtigung und die Einhaltung von Menschenwürde sind unveränderbar. Wir wünschen uns, dass Menschen im Anschluss Verantwortung übernehmen. Wir haben Strukturen, um erlebte Verletzungen bis zu einem Punkt aufzufangen. Gleichzeitig wünschen wir uns Mut für respektvolle, ja sogar wohlwollende Konflikte, da diese unser Wachstum anregen können.

Bei uns ist kein Platz für Rassismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit, Antisemitismus und Ableismus. Wir lehnen rechtsextreme, menschenfeindliche, diskriminierende oder autoritäre Ideologien ab, ebenso wie Verschwörungsideologien, die Wissenschaft, Demokratie oder Grundrechte relativieren.

Maßnahmen, wie wir Diversität fördern

Wie wir miteinander reden und uns gegenseitig Raum und Aufmerksamkeit geben, macht einen großen Unterschied – individuell und für die gesamte Gruppe. Damit sich alle wohl fühlen können und wir einen braver Space erschaffen, setzen wir konkrete Maßnahmen um:

  • Wir setzen erfahrene Facilitator*innen und Moderator*innen ein. Wir bereiten mit ihnen gemeinsam ausführlich die Programmformate vor und briefen sie über unsere Community-Kultur. Die Maßnahmen zur Diversitätsförderung werden allen Mitwirkenden mitgegeben und gemeinsam von allen mitgetragen.

  • Wir machen verschiedene Diskriminierungsformen sowie Privilegien sichtbar. In mehreren Programm-Inhalten laden wir die Teilnehmenden ein, ihre Positionierungen zu reflektieren und sich darüber auszutauschen. Wir klären über bestehende Diskriminierungsformen auf und sensibilisieren dazu.

  • Wir haben ein Awareness- und Emotional Care-Team. Dieses ist zum einen dafür da, Menschen denen es schlecht geht emotional zu unterstützen. Zum anderen sind eine Anlaufstelle, wenn du Diskriminierung oder komisches Verhalten erfährst. Wir haben ein Awarenesskonzept, das auf unserer Website zu finden ist und bei Veranstaltungen ausgehängt wird.

  • Jede*r darf sich in ihrem eigenen Tempo und innerhalb der eigenen Grenzen einbringen. Menschen werden von den Moderator*innen am Anfang der Inhalte dazu ermuntert. Wir verwenden Check-In und Check-Out Runden, um über unsere Situationen und Bedürfnisse Bescheid zu wissen.

  • Als sprechende Person achten wir auf den eigenen Redeanteil und haben im Blick, ob sich unser Gegenüber gerade wohl fühlt. So übernehmen wir Verantwortung füreinander. Als zuhörende Person hören wir aktiv zu und lassen Menschen ausreden – außer es werden gerade unsere Bedürfnisse oder Emotionen verletzt.

  • Wir verwenden Ups & Autschs in unserer Kommunikation: Wenn wir etwas gesagt haben, dass andere womöglich verletzt, weisen wir mit einem „Ups“ darauf hin, dass uns das aufgefallen ist. Wenn wir etwas gehört haben, das uns verletzt, können wir das mit einem „Autsch“ sichtbar machen. Das Gespräch wird kurz unterbrochen und die Betroffene Person hat die Gelegenheit, das anzusprechen. Bei Bedarf können wir euch im Anschlus mit unseren Awareness-Teams unterstützen.

  • Es ist die eindeutige Zustimmung erforderlich, bevor wir Menschen berühren, heikle Fragen stellen oder fotografieren. Bei Übergriffen ist das Awareness Team da, Betroffene zu unterstützen und wenn gewünscht Maßnahmen einzuleiten.

  • Menschen, die sich sehr stark oder wiederholt übergriffig oder diskriminierend verhalten, werden von Veranstaltungen ausgeschlossen. Wir suchen in solchen Fällen zunächst klärende Gespräch – unsere Unterstützung liegt jedoch bei den Betroffenen von Gewalt und dient ihrem Schutz. Über einen Ausschluss entscheidet ein interdisziplinärer Rat, der sich situativ zusammensetzt mit je einer Person von den Teilnehmenden, Organisierenden, Awareness-Team und Referierenden. Die Entscheidung wird mit qualifizierter Mehrheit getroffen. Bei strafrechtlich relevanten Handlungen entscheidet die Haupt-Organisator*in.

  • Wir wollen in unserer Kommunikation Vermutungen und Anschuldigungen vermeiden, sondern zunächst nachfragen, wie eine Aussage gemeint war. Wenn du dabei Unterstützung brauchst, kannst du dich an das Awarenessteam wenden.

  • Vertraulichkeit: Persönliche Inhalte, die uns erzählt werden, geben wir nicht ohne Zustimmung weiter

  • Wir kommunizieren verbleibende Barrieren und lassen uns dazu von Betroffenen beraten.

  • Wir bemühen uns aktiv, Menschen mit diversen Hintergründen anzusprechen und über unsere Angebote zu informieren. Dafür arbeiten wir mit anderen Organisationen zusammen.

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