Glossar
Achtsamkeit
Die bewusste Aufmerksamkeit für das, was ist – in uns selbst, in anderen und in der Natur. Achtsamkeit bedeutet, Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen und in unseren Worten und Taten zu berücksichtigen.
Co-Kreation
Co-Kreation beschreibt einen partizipativen und offenen Prozess. Während bei Kooperation Menschen Verantwortung für ihre Teilbereiche tragen, übernehmen bei der Co-Kreation alle Beteiligten gemeinsam die Verantwortung für Prozess und Ergebnisse. Die Beziehungen der Menschen sind auf Augenhö
Ebenenharmonie
Organisation, Gesellschaft und du als Individuum: Die Ebenen des Wandels beeinflussen sich gegenseitig. Regeneration gelingt, wenn diese Ebenen einander stärken und Kohärenz, also Stimmigkeit, zwischen persönlicher Haltung und kollektiver Praxis entsteht.
Emergenz
Veränderung ist nicht durch einen festen Plan steuerbar, sondern verwandelt sich im Tun. Deswegen schaffen wir einen Rahmen – z. B. durch Werte wie Fürsorge, Verbundenheit und Regeneration – und gehen dann gemeinsam in einen offenen Prozess. So entsteht Schritt für Schritt Neues, das unsere Gemeinschaft, unsere Orte und unsere Wirksamkeit transformiert.
Empathie
Empathie ist die Fähigkeit, mit offenem Herzen wahrzunehmen, was in einem anderen Menschen oder Lebewesen lebendig ist – und darauf mit Verständnis und Mitgefühl zu reagieren. Sie schafft Verbindung, wo zuvor Trennung war.
Erdverbundenheit
Erdverbundenheit bedeutet, sich als Teil der Natur zu begreifen und in bewusster Beziehung mit ihr zu leben. Wir sind keine Außenstehenden, sondern Teil eines Systems, in dem sich alles gegenseitig beeinflusst. Aus diesen Beziehungen lassen wir Verbundenheit, Dankbarkeit und Fürsorge für alles Leben wachsen.
Mitwelt
Mitwelt beschreibt alles Leben, das uns umgibt – Menschen, Tiere, Pflanzen, Landschaften, Ökosysteme. Der Begriff macht deutlich: Wir stehen nicht über unserer Umwelt, sondern sind Teil eines lebendigen Ganzen, in dem alles miteinander verbunden ist.
Pfadharmonie
Die Übereinstimmung zwischen Ziel und Weg. Pfadharmonie bedeutet, dass nicht nur das Ergebnis zählt, sondern auch der Weg dorthin stimmig mit dem Ziel gestaltet wird.
Reallabor
Dies ist ein Raum, in dem Menschen neue Formen des Zusammenlebens, Wirtschaftens und Wirkens erproben. Statt fertige Lösungen zu planen und anschließend umzusetzen, wird im Reallabor in der Praxis gelernt, ausprobiert und gemeinsam weiterentwickelt, was Wandel im Alltag wirklich braucht.
Regeneration
Regeneration ist die Kraft des Lebens, sich selbst zu erneuern. Sie beschreibt mehr als Wiederherstellung – sie ist ein Prozess des Heilens, Wachsens und Lernens. Regenerativ zu handeln bedeutet, Bedingungen zu schaffen, in denen Menschen, Gemeinschaften, Wirtschaft und Natur sich gegenseitig nähren und lebendig bleiben.
Resilienz
Resilienz bedeutet, auch auf unvorhergesehene Änderungen von Innen oder Außen gut vorbereitet zu sein. Dafür sollten Systeme so gestalten sein, dass sie flexibel, lern- und anpassungsfähig bleiben – in der Evolution ist dies eng mit Vielfalt verknüpft.
Selbstwirksamkeit
Die Erfahrung, dass das eigene Handeln einen Unterschied macht. Selbstwirksamkeit bedeutet, dass auch kleine Impulse im eigenen Umfeld zur Veränderung des Ganzen beitragen und Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft schenken.
Suffizienz
Das Prinzip des „Genug“. Suffizienz bedeutet, nur begrenzt Ressourcen zu verbrauchen, um ein ausreichendes Level an Versorgung zu ermöglichen. Im Angesicht der Klimakrise und des Artenverlustes ist Suffizienz ein entscheidendes Werkzeug für langfristiges gutes Leben auf der Erde.
Transformation
Transformation ist ein lebendiger Prozess tiefgreifender Veränderung, bei dem Menschen, Organisationen und Systeme lernen, sich neu auszurichten – hin zu mehr Lebendigkeit, Verbundenheit und Verantwortung für ihre Wirkung.
Wandel
Wandel beschreibt die Bewegung von einem gewohnten Zustand hin zu neuen Formen des inneren und äußeren Lebens – in uns selbst und in unseren Systemen: Wenn sich Haltungen, Gefühle und Bewusstsein ebenso verändern wie unser Zusammenleben, Wirtschaften und der Umgang mit der Mitwelt, so dass mehr Vielfalt, Balance und Fürsorge wachsen können.
Zyklisch
Alles Leben folgt Rhythmen von Werden und Vergehen, von Aktivität und Ruhe. Zyklisch zu leben heißt, diese Kreisläufe zu achten und in unser Handeln einzubeziehen – statt linear auf Wachstum und Beschleunigung zu setzen.